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Nebengebäude
Hohhaus-Museum Lauterbach
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Musemsdruckerei - Druckereimuseum
Im Nebengbäude, durch den Torbogen erreichbar, befindet sich
im Untergeschoss die Druckerei mit Setzkästen, einer Linotype Bleisetzmaschine,
einem Boston-Handtiegel, einem "Kalander" und einer Original Heidelberger
Tiegeldruckpresse. Bei besonderen Vorführungen werden die Arbeitsabläufe
in einer alten Druckerei demonstriert.Termine können mit der Museumsleitung
vereinbart werden.
Blick in
die Druckerei
Schulzimmer
der Kaiserzeit
Das Historische Klassenzimmer im Stil
der „Kaiserzeit“
Im Nebengebäude des Hohhaus-Palais wurde aus dem Inventar ehemaliger
Volksschulen der Region ein „historisches“ Klassenzimmer eingerichtet.
Die Ausstattung entspricht den Verhältnissen einer kleinen Dorfschule
um 1900, in der mehrere Klassenstufen gemeinsam unterrichtet wurden. Schulbänke
mit Klappsitzen, das Lehrer-Katheder, die große Gestelltafel, eine
Kugel-Rechenmaschine, die Geige des Lehrers und ein Harmonium, Wandbilder
und eine Landkarte schaffen eine weitgehend authentische Atmosphäre.
Eine Ausstellung in den Nebenräumen zeigt Beispiele für
den Inhalt von Schulranzen in alter Zeit und informiert über die Herstellung
von Schiefertafeln und Griffeln. Daneben wird die Entwicklung der Schul-Schreibschriften
dokumentiert, mit Fibeln von 1884 bis zur Gegenwart. Präparierte
Kleintiere geben Einblick in die damals üblichen Materialsammlungen
zur Naturkunde. Eine weitere Abteilung enthält Geräte für
die Projektion von Bildern, beginnend mit der Laterna Magica. Bildtafeln
zeigen Karikaturen und andere Darstellungen von Schülerstreichen,
Schulstrafen und Belobigungen.
Die Besichtigung des Klassenzimmers ist mehrmals im Jahr an Wochenenden
bei freiem Eintritt möglich. Dabei können die Besucher die Sütterlin-Schrift
auf Schiefertafeln üben. Die Termine werden in einer Informationsvitrine
unter dem Torbogen des Nebengebäudes und im „Lauterbacher Anzeiger“
bekanntgegeben, Auswärtige Interessenten können sie im Sekretariat
des Museums telefonisch erfragen.
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| Alle Teilnehmer erhalten Namenskärtchen.
Die früher üblichen Namen geben den Kindern eine neue Identität
und ermöglichen es dem Lehrer außerdem, die Schüler
individuell anzusprechen. |
Vor 100 Jahren (und auch noch danach) war in
manchen Gegenden Deutschlands das Knien auf dem kantigen Holzscheit als
Schulstrafe üblich. |
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| Schreibübung in der Sütterlin-Schrift
im Heft und auch auf der Schiefertafel.
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„Fingerturnen“ und andere gymnastische Übungen
dienen zur Lockerung der Handmuskulatur |
Eine Schulstunde wie vor 100 Jahren
Unterricht im Stil der „Kaiserzeit“ (1871 – 1918)
Im Historischen Klassenzimmer des Hohhaus-Museums können Schulklassen
und andere Gruppen eine Schulstunde erleben, die im Stil der „Kaiserzeit“
(1871 – 1918) von einem pensionierten Lehrer erteilt wird.
Der Unterricht enthält Elemente eines Schultages vor ca. 100
Jahren. Dazu gehören das Lesen eines Textes in einer alten Druck-
oder Schreibschrift (Fraktur oder Sütterlin), Schönschreibübungen
mit der Sütterlin-Schrift auf Schiefertafeln, Rechnen mit der Kugel-Rechenmaschine
und das Singen eines Liedes. Dabei wird ein Lese- und Schreibheft verwendet,
das vom Hohhaus-Museum für diesen Zweck zusammengestellt worden ist.
Es enthält Texte aus alten Lesebüchern, Vorlagen für Schreibübungen
mit der Sütterlin-Schrift, zeittypische Rechenaufgaben, historische
Anmerkungen und Wiederholungsfragen als Anregung und Material für den
weiterführenden Unterricht in der Heimatschule. Weitere Aspekte können
- abhängig vom Alter und von sonstigen Besonderheiten der einzelnen
Besuchergruppe - nach Absprache einbezogen werden.
Der Lehrer unterrichtet im Stil der Zeit um 1900 und praktiziert dabei
- zum Teil nur angedeutet - die damals üblichen Schulstrafen, fleißige
Kinder erhalten „Belobigungskärtchen“. Voraussetzung für einen erkenntnisreichen
Verlauf ist die Bereitschaft der Teilnehmer, sich um Disziplin im Sinne der
alten Schulordnung zu bemühen, die am Beginn des Rollenspiels erläutert
wird.
Das Angebot gilt für Schulklassen ab Kl. 3 und für sonstige
Kinder- und Jugendgruppen entsprechenden Alters, auch für Erwachsene.
Die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen in der Regel auf 25 beschränkt.
Größere Gruppen können geteilt und in aufeinander folgenden
Stunden unterrichtet werden. Dabei besteht die Möglichkeit, Wartezeiten
mit einem Besuch anderer Abteilungen des Museums im Hauptgebäude
zu überbrücken.
Jede Schulstunde dauert ca. 60 Minuten. Alle benötigten Materialien
werden vom Museum zur Verfügung gestellt. Kosten pro Person, einschl.
Lese- u. Schreibheft: für Schüler 3,00 €, für Erwachsene 5,00 € zzgl.
1,00 € für das Lese- u. Schreibheft bei Bedarf, (Lehrkräfte und Leiter
von Jugendgruppen frei). Der Termin muss frühzeitig mit dem Sekretariat
des Museums vereinbart werden, spätestens eine
Woche vor dem gewünschten Tag.
Ansprechpartner:
Präsident Pfr. i. R. Heinrich Meyer
Verwaltung: Bruno Stöppler
Tel. 06641 / 2402
Fax 06641 / 640794
E-Mail: info@hohhaus.de
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